Blühinseln im Rasen als Hummelparadies

Ganz einfach durch Nichtstun wurde unser Rasen in den letzten Wochen zur Bienenweide.
Aufgrund der Hitze haben wir selten gemäht, da kaum Wachstum zu verzeichnen war. Es entwickelten sich verschiedene  Bilder :

Weißklee

Im gut mit Wasser versorgten Randbereich des Gemüsegartens entstand eine Kleewiese

Um laufen zu können, ohne in Nektar sammelnde Hummeln zu treten, ließen wir kurz geschorene Rasenwege  zwischen den Inseln. Wir wechseln  die Lage der Inseln bei jedem Schnitt, damit unser „englischer“ Rasen sich erholen kann.

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Hier konnte ich bisher 3 verschiedene Arten von Hummeln und diese Bienen beobachten

Braunelle

In trockeneren Bereichen scheint die violette Braunelle am stärksten zu sein, daneben sind auch etwas Klee und gelegentlich gelbe Hahnenfußblüten zu sehen.

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Auch Braunelle ist als Lippenblütler sehr beliebt bei den Hummeln, ähnlich wie der Gundermann im Frühling.

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Rasenbereiche die sehr trocken werden, könnten sich auf Dauer in Richtung Trockenrasengesellschaft entwickeln. Hier blüht gerade das Ferkelkraut.

An diesen Stellen würde ich nächstes Jahr gern mit Quendel (Thymus serpyllum ), einem ganz flachen Wildthymian experimentieren….vielleicht wächst hier auch Campanula rotundifolia, eine wunderhübsche winzige Glockenblume. Jeder kennt sie aus Kinderbüchern, in denen das Treiben von Blumenelfen dargestellt wird….

Korbblütler wie Ferkelkraut, Löwenzahn und Orangerotes Habichtskraut bieten vielen Wildbienen leicht erreichbare Nahrung

Ich mag eigentlich keine Massen von Klee im Rasen, da der Schnitt wohl Samen beinhaltet und nicht mehr zum Mulchen taugt. Doch die neusten Erkentnisse über das rasante Fortschreiten des Insektensterbens haben  mich kräftig durchgeschüttelt. Selbst in meinem sonst so üppig blühenden Stauden- und Kräutergarten werden aufgrund der üblen Trockenheit die Blüten weniger,  die Bienen dagegen  mehr . Wie mag es da an den Feldrainen aussehen?
Ich glaube wir müssen in Zukunft andere Prioritäten setzen und können das Handeln nicht mehr „der Politik“ oder den Naturschutzorganisationen überlassen.

Jede/r sollte aktiv werden, so gut er oder sie kann und zwar am besten sofort.

Dabei geht es (meiner Meinung  nach) nicht mehr vorrangig um „heimische Pflanzen“ (dazu schreibe ich später etwas), sondern einfach um möglichst viel Blüten. Pflanzt Gehölze, Stauden, Gemüse, Kräuter…alles, was blüht. Und jede/r pflanzt und sät nach bestem Wissen und Können. Das Wissen um die besten Bienenpflanzen  und der Spaß an der Sache  wachsen beim Tun….probiert es aus!

Zwei  Kleine Maßnahmen, die wenig Mühe bereiten und sofort umsetzbar sind:   das Stehenlassen von Blühinseln im Rasen und das Aufstellen von Wasserschalen.

Ihr werdet sehen,  wie sich der Garten  mit Leben füllt!

Übrigens: Wasserschalen und Blumenkübel  ….geht auch auf dem Balkon 😉

Ein Daumen, falls mein Beitrag euch gefällt, oder Eure Erfahrungen, bitte immer gerne!

 

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