Frostnächte im Frühling

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Der Frühlingswettlauf der Blüten und Blätter geht viel zu schnell , sodaß ich Tomaten und Paprika topfen musste. Das heißt natürlich  danach wegen Platzmangels auf den Fensterbänken  „Ab nach draußen ins Treibhaus !“…in ein unbeheiztes Folienhaus, das nicht sicher vor Nachtfrösten schützt.

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Und wie jeders Jahr folgt dann das Bangen um die Mindesttemperaturen von ca 15 Grad , die Paprika wohl haben sollte, um zu wachsen…und  das Pokern mit dem Überstehen der Frostnächte. Solch eine hatten wir gerade.( vom 18.auf den 19.4.)
Schon seit Tagen stehen Paprika und Tomaten in einem Folientunnel IM Treibhaus, den ich nachts schließe. Gestern Abend habe ich zusätzlich Kerzen und Teelichte unter Tontöpfen als Heizung in den Tunnel und unter die Pflanztische gestellt und  weitere gefährdete Pflanzen mit Flies oder Ikeakisten abgedeckt.

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Ein scheußlichlicher Anblick,  aber wirkungsvoll…

Stimmt, beinahe hätt‘ ich’s vergessen: Mein heißes Wasser vom  Bad in der Wanne auf der Veranda wurde  anschließend natürlich nicht vergeudet, sondern  in den Bottich im Treibhaus geleitet. Ein bisschen aufwändig, ich weiß…. Die flüggen „Kinder“, die  auf der Durchreise hier campieren , müssen manchmal ein wenig leiden ob meiner Freude an Kreisläufen…….. 🙂

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Und während es draußen so heftig gefroren hat, das ich mir nicht sicher bin, ob die Tulpen und tränenden Herzen (Dicentra spectabilis) sich erholen werden, haben die Treibhausbewohner es gut überstanden.
Yeah, Erfolg ! Da freut sich die Gärtnerin wie eine Schneekönigin!

UND ?
Wie bringt ihr Eure Pflanzen ohne Heizdecken o.Ä. durch die Frostnächte?
Ich gehe davon aus, das ich nicht die einzige Gartenverrückte bin … 😉

 

P4206420.JPGNachtrag am 20.4.: Zu früh gefreut! Es gab doch Tote…Tomate ‚Orange Flasche‘ und ‚Black and Red Boar‘ scheinen empfindlich zu sein….gestern Mittag wars zu sehen….
Die Paprika sind völlig unbeschadet davongekommen…erstaunlich!
So habe ich gestern Abend noch mehr brennende Kerzen unter Tontöpfe gestellt und die Jungpflanzen zusätzlich mit Wolldecken geschützt. Umständlich, aber es half. Heute Morgen keine weiteren Frostschäden im Treibhaus.

Aber im Garten sah es übel aus: Die Tulpen völlig glasig und voller Raureif (sie erholten sich, oh Wunder!)… P4206418.JPG

Meine ‚Kiwai Rouge‘ und ihr männlicher Befruchter ‚Milano‘, sind (allerdings noch im Topf stehend) kräftig angefroren.
Und das , obwohl sie WINTERfröste von bis zu 30 Grad aushalten sollen. Mal sehen, wie sie sich bewähren, wenn sie gepflanzt und etwas älter sind…Auch die Knöteriche wie ‚Red Dragon‘ , Persicaria ‚Firetail‘ und ‚Blackfield‘ werden neu austreiben müssen. Die Blüten der Tränenden Herzen sind abgeknickt. Und weitere Schäden sah ich an Herbstanemonen und dem feinen Neuaustrieb von Astilben und Elfenblumen, selbst den  Brunnera und  Vergissmeinicht  haben geeiste Blüten….
Diese Erfahrung bestärkt mich in dem Vorhaben, den Rand des entstehenden Gartens mit Holzzäunen, Mauern und dichten Hecken gegen die eisigen Winde zu schützen.In unserem  Dörfchen herrscht  eben ein wenig rauheres Klima als sonst im Bereich zwischen Hannover und Schwarmstedt.

 

Freundschaft mit der Mahonie

Letztes Jahr bekam ich ein Mahonienpflänzchen ( Mahonia aquifolium, denke ich) geschenkt.
Ich war ein wenig skeptisch, Kannte ich sie doch nur mit braunem zerzausten Laub nach harten Wintern…ein typisches „Verkehrbegleitgrün“, hässlich, struppig, gelb. Aber irgend etwas musste das Herz der Spenderin doch erwärmt haben. Also räumte ich dem Pflänzchen einen geschützten Platz am schattigen Ende der weißen Rabatte frei, dort wo auch zartes Gelb und lauter helle Grüntöne erlaubt sind….und vergaß es.Mahonia150 (1) - Kopie.JPG
Am 1. April machte mich  die Mahonie mit herrlichem Duft auf sich aufmerksam.Sonst wäre ich wohl vorbeigeflitzt. Oh und diese kleinen grün-gelben Kugelknospen! Ich liebe die zarten Übergänge vom Grün zum Gelb oder Weiß…
Mahonia 6209 (1).JPGUnd mit den richtigen Nachbarn wie gelblaubigen Berberitzen, Goldflattergras , Japanwaldgras finde ich sie inzwischen gar nicht mehr hässlich.Mahonia aquifolium6304 (3).JPG
Auch nicht voll erblüht und in frühlingshaftem Knallgelb!  Inzwischen gehe ich sie jeden Tag besuchen  und genieße den süßen Duft.

Die Bienen lieben sie übrigens ebenfalls.

Winterlinge , oder: Endlich Frühling!

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Schon seit 2 Wochen schaue ich morgens  als erstes  zum Standort der herrlichen Hemerocallis citrina (Taglilie zitronengelb, duftend). Denn dort müssen sie kommen, die Winterlinge. Zwischen den Wurzeln der Taglilie  zogen sie mit um vom Häuschengarten in unser neues Zuhause. Mit meinen Blicken zog ich sie dieses Jahr förmlich aus der Erde…so groß war die Sehnsucht nach dem ersten Fitzelchen Frühling.

Eranthis Hyemalis1324.JPGNoch nicht die ersehnten gelben Teppiche wie hier im Berggarten Hannover, doch sie sind der Mutmacher für mich.Ophio  u Eranthis226.JPGAm sensationellsten wirken sie zusammen mit meinem schwarzen Liebling, dem Schlangenbart (Ophiopogon planiscapus ‚Niger‘). Wenige Tage nach ihnen erblühen die Kollegen, als hätten sie einen Startschuss gehört:
P2275964.JPGDie Schneeglöckchen….P3035992.JPG
Der Winter-Duftschneeball (Viburnunm fragans), der diesen Winter seine Oktoberblüte einfach ausfallen ließ und deshalb jetzt besonders üppig ist.
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Die  heißgeliebte Lonicera purpusii, die ich meinem Schatz zum Geburtstag schenkte,  weil sie wahre Duftwolken verbreiten kann.
Und natürlich die Krokusse. Croc tomm bei Frost217.JPGIn meinem Garten waren die Ersten  bisher immer die Elfenkrokusse, die sich  herrlich ausbreiten, sodas ich sie gern für neue Kundengärten verwende.Es gibt sie in diversen Schattierungen des Violett bis Weiß. Die Bienen sind verrückt nach ihnen….wenn denn die Sonne scheint und sie sich öffnen.
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Doch es gibt noch Frühere ….Crocus sieberi mit seinem typischen gelben Hals.

Crocus  imperati soll schon im Januar blühen….er wäre einen Test wert.

Paprika… das war knapp!

Tja , Paprika auf der Heizung  keimen lassen ist richtig. Nur vergessen darf man sie nicht…Denn nach der Keimung müssen Sie SOFORT ans Fenster.
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Sie standen nicht sichtbar auf der Heizung unter dem Schreibtisch…sehr gefährlich! Nach anfänglichem ständigen Nachsehen war ich 3 Tage abgelenkt….Am 18.2.sahen sie dann so aus : Zu lang, zu gelb, aber noch zu retten.P2215945.JPG
4 Tage später haben sie sich erholt und sind nur ein wenig zu langstielig. Glück gehabt!

Paprika säen

Letztes Jahr war ich sooo stolz auf meine Paprikaschwemme im Treibhaus…Noch immer genießen wir die roten Paprika-Saucen,  selbst eingelegten Pepperonis und das Chilipulver, das mich schon beim Öffnen des Gläschens zum Husten bringt.
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Heute soll es also sein, sagt der Mondkalender….Pflanzzeit, Fruchttag , ganz untypisches Wetter für einen Fruchttag, finde ich…eiskalter frostiger Wind, der gerade die letzten Palmkohlpflanzen im Gemüsegarten gefrier-trocknet und kein einziger Sonnenstrahl! Bähhh!Paprika Aussaaat 2017 2 (8).JPG„Beschreib mal genau, wie du das machst,“ bat meine Tochter Malena mich heute  morgen. Ok, also ganz genau zum Nachmachen. Paprika säen  an deinem Geburtstag. ❤
Man nehme…….
Extra gekaufte Aussaaterde: Ich mische gern eigene Erden mit Kompost, aber Paprika ist ein wenig heikel, leidet gern mal an Bodenpilzen, die die kleinen Wurzeln braun werden und absterben lassen, deshalb alle empfindlichen Kandidaten gern in leichte weiche , vor allen sterile Aussaaterde ( ich befürchte , da ist auch Torf drin). Holzige Erde, wie in letzter Zeit für Balkonpflanzen angeboten wird , ist zu klumpig für feine Keimlinge . Kokosfasern sind auch leicht, allein aber zu nährstoffarm. Da die Samen bei der riskanten Keimung gespannte Luft  (hohe Luftfeuchtgkeit) lieben und unsere Heizungsluft viel zu trocken ist, benutze ich Gemüseschalen, Ikeakisten und alles, was sich anbietet, als Minitreibhäuser. Die eckigen Töpfe sind praktisch, weil beim Gießen kein Wasser daneben läuft.
Vor der Kiste seht ihr meine Briefumschlag-Samentüten mit selbst geerntetem Saatgut. Da gibt es   ‚Frühzauber‘ , der ersten Blockpaprika, mit der ich  gute Ernten hatte. Daneben Pepperronis, eine süße Auslese aus einer besonders leckeren Schote die ich in einem  türkischen Gemüseladen fand….und ‚Jimmy Nardello‘, eine rote Spitzpaprika, die ganz unkompliziert ist. Die „Dicke Jimmy Nardello „…..na ja, da hat wohl mal eine ‚Frühzauber‘ mit einem ‚Jimmy‘ geschmust…
Außerdem  Chilisamen, ursprünglich  namens ‚Apache‘, inzwischen aber lauter verschiedene Formen…Hauptsache scharf !Paprika Aussaaat 2017 2 (1).JPG

Ich fülle die Töpfe fast randvoll mit Erde und streue die  Samen relativ dicht. Wenn sie gut keimen, muss leicht ausgedünnt werden.  Nach jeder Sorte wische ich sorgfältig die danebengehüpften Samen vom Tisch. Zu leicht vermischen sich die Sorten , wenn ich nicht aufpasse. Und: ich stecke sofort ein Namensschild mit Namen und Aussaatsdatum dran. Irrtümer sind sehr ärgerlich: Wer braucht schon ein ganzes Treibhaus voller gigantischer Chilis, während die Blockpaprikas im Freiland herumkrepeln     😦  .
Zum Schluss streusele ich ca 1/2 cm Erde zum Abdecken darüber, und  gieße jeden Topf vorsichtig an. Gut zum Dosieren ist alles, was einer Sprühflasche ähnelt.

Zum Keimen stelle ich das geschlossene Treibhäuschen an einen warmen Ort. Warm, nicht heiß ! So ca 20 Grad wäre die ideale Temperatur . Ein lauwarmer Heizkörper ist gut. Dunkelheit schadet erstmal nicht….solange kein Körnchen gekeimt hat. Doch sowie die Saat keimt, wird Licht erforderlich. Also ab an ein Süd-Fenster, wo es allerdings jetzt im Februar meist noch zu kühl ist. Bei ungleichmäßiger Keimung beginnt nun ein kleiner Eiertanz. Reichen die Temperaturen noch  für die Nachzügler aus oder vekümmern sie? Habe ich schon genug Pflanzen für meinen Bedarf?
Wenn nicht,  helfe ich mit einer Wärmflasche aus.
Wem dieses Spielchen zu nervenaufreibend ist, der sollte über den Kauf einer  Heizmatte nachdenken. Bei mir funktioniert es gut ohne….allerdings betreibe ich mein Büro auch hier im Haus und kann  auch tagsüber die Paprikababies betüdeln, falls nötig.

Die Erde sollte gerade zur Keimung immer gleichmäßig feucht sein, …nicht nass! Zu viel Wasser fördert Fäulnis und Trauermücken ( kleine Fliegen, deren Larven die Wurzeln anknabbern). Später dürfen die Pflänzchen auch ab und an etwas trocken stehen.

Wenn die Keimblätter groß und kräftig sind …so ca bei einer Höhe von 4cm , muss pikiert werden. D.h jede Paprika bekommt ihren eigenen Topf…dann wird es eng auf der Fensterbank. Aber bis dahin ist’s noch eine Weile hin.Wenn ihr also diesen Sommer von A-Z selbstgezogene  Paprikas ernten wollt,  kommt in die Puschen . Die Pflänzchen benötigen mehr Zeit als Tomaten.

Also dann: Viel Glück und Geschick

Die Ruhe zwischen den Tagen

 

Winter, dachte ich mir, DAS ist der einzig mögliche Zeitpunkt für den Beginn meines Blogs…wo sonst in dem Knäul aus Planungsbüro, Hausbauen und Selbstversorger-Gartentum soll ich einen Anfang für den roten Faden finden.
Und tatsächlich.
Nach Weihnachten scheint sich die Welt der Menschen langsamer zu drehen, und da es teilweise wirklich friert, ist auch die Verlockung sich zu Frühlingsarbeiten hinreißen zu lassen, nicht allzu groß. Vielmehr läuft das alte Gartenjahr gerade aus und  das Geflecht aus Tätigkeiten ist  überschaubar.

Frostschutz: Sämtliche verfügbaren Tannezweige nutze ich , um Rosen und andere Zartbesaitete im Garten vor  eisigen Winden zu schützen.  Unser ‚blaues‘ Feigenbäumchen im Treibhaus wird nun endgültig dick frostsicher eingepackt. Die Äpfel, die riskanter Weise draußen nur mit Decken geschützt in Kisten lagen, wandern jetzt auf den ungeheizten Teil des Dachbodens …na wandern klingt so leicht…Noch wuchten wir sie eine Leiter hinauf, da es die Treppe zu Boden noch nicht gibt. PC305778.JPGAm Fenster, (schön hell aber kühl) stehen dort schon seit Wochen   eine Reihe frostgefährdeter  Schätze in Töpfen, wie der Rosmarin, der erst nächstes Jahr im Freien überwintern soll, der herrliche Salbei ‚Amistad‘, an dem noch immer einzelne knall-lila Bütenrispen sitzen, die Zistrose und das Chinesische Süßblatt ( Tian Cha, botanisch Rhubus suavissimus).
Auch meine Andenbeeren ( Physalis peruviana) überwintere ich dieses Jahr, damit sie als große Pflanzen in den Sommer starten und reichlich tragen.

P1095810.JPGDie Regentonnen mussten dringend geleert werden….Um die  Eisschicht an der Oberfläche zu entfernen brauchte ich schon eine Axt….also höchste Eisenbahn. Nichts ist ärgerlicher, als nach einer Frostphase vor einer geplatzten Regentonne zu stehen, nur weil ich  mich nicht vom kostbaren Blumengießwasser trennen mochte.

PC295735.JPGDie letzten Rote Beete und Möhren  habe ich geerntet und mich beim Schrubben im eiskalten Wasser für diesen Winter  gern vom  Selbstversorgertum verabschiedet.

PC215722.JPGDie Auswahl für den morgendlichen grünen Smoothie ist inzwischen doch sehr begrenzt: Äpfel lagern wir reichlich, dazu heute die letzten glücklichen Kiwis von einem Gärtner aus der Nachbarschaft. Aber das Grün….Grünkohl mit Kerbel oder Rucola mit Feldsalat….ab und an ein Löwenzahnwürzelchen oder ein Blatt Gundermann , winzige  Petersilienrosetten täglich etwas weniger…..PC215723.JPGNoch bin ich  irritiert, als  ich im Supermarkt nun schon zum 2. Mal Berge von Gemüse in den Wagen lade, wo ich vor Wochen  nur dachte „ haben  wir selbst , haben wir, haben wir….

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Unser Gemüsegarten sieht im Moment soooo aus…im Hintergrund das Haus, an dem wir seit April 2014 bauen und jede Menge Baumaterialien, die ihren unbezwingbaren Charme versprühen.

Garten… der erste Sommer

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So sah unser neues Heim nebst Designergarten im April 2014 aus. Dieses Foto seh‘ ich mir immer wieder gern an, wenn ich verzweifelt bin, weil  das  Bauen in Haus und Garten neben der Arbeit her gar so  langsam geht….. Und dann kann  selbst ich unsere Fortschritte erkennen.

Hier nun der Anfang für Euch:

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In den ersten Wochen  bestand meine Gartenarbeit ausschließlich aus Mähen und endlosem Harken der verfilzten Wiese. An manchen Tagen war mir echt zu Heulen…2014-05-10 17.22.57.jpg
Dann  konnten endlich die großen Töpfe mit Stauden aus dem Häuschengarten (siehe hier Häuschen) einziehen. Mit meinen Pflanzenkindern um mich ging’s mir gleich viel besser.
P1110222.JPGDie ehemalige Badewanne wurde zur Regentonne. In Hintergrund die blühenden Staudentöpfe.P1110250.JPG
Fix musste  ein Kompost  aus ersten Gartenabfällen und Pferdemist angelegt werden.
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Und DIES wurde der Ersatz für die nicht vorhandene Dusche…
An der Westseite des Hauses ein Regentonnen-Tauchbecken ……
im Sommer kein Problem….
Dahinter mein goldener Pfeifenstrauch und die Funkien in Töpfen.

P9288790 Ausschnitt.jpgNach ein paar Tagen gemeinsamer Vermessungsarbeiten  nahm ich mir die Zeit, unsere  Ideen für den nördlichen Garten zu Papier zu bringen. Nach  der Zeit des  Stadtlebens wollten wir  einen großen Gemüsegarten, ein Treibhaus und um den kreisförmigen Rasen Staudenbeete mit schützender Rückendeckung aus Sträuchern.
Der auf dem Plan sichtbare quadratische Senkgarten im Rasen bleibt wohl erstmal eine Zukunftsspinnerei. Zur Zeit (Februar 2017) wachsen dort Grünkohl und Co.P1110256.JPG
Im August 2014 legte ich , nachdem wir den Sommer über hauptsächlich an der Dämmung der Nordfassade gearbeitet hatten, mein ERSTES Beet an: Die Purpurrabatte ! Jetzt fühlte sich das neue Grundstück  schon ein wenig nach Garten an.P1110423.JPG
Und so sah es dann im ersten Herbst aus: Wie ihr evtl erkennen könnt, hatte ich mich grabender Weise  von der Purpurrabatte (links) aus, Stück für Stück am Zaun nach rechts entlanggearbeitet . Zwar nur ein schmales Streifchen, dafür aber 2 Spaten tief gelockert und mit Sand und Kompost gemischt. Die Staudentöpfe auf der Folie waren schon deutlich dezimiert. Um profimäßig vorzugehen, hätte ich natürlich zuerst, Bäume und Sträucher,  also die „Gerüstbildner“oder die „Haupdarsteller auf der Gartenbühne“ pflanzen müssen. Aber dummer Weise  mussten die Stauden dringend in den Boden, um besser vor kommenden Frösten geschützt zu sein, und ich hatte noch wenig Zeit gehabt, über Bäume und Sträucher nachzudenken. Für viele Pflanzen gab es noch gar keine fertigen Beete. Soweit es schon Ideen gab,  steckte ich mit Eddingstift beschriftete Holzbrettchen als Platzhalter für die Gehölze in den Boden, damit ich später nicht all zu viele Stauden umpflanzen müsste…..Je näher der Winter rückte, desto hastiger stopfte ich Pflanzen in den Boden, teilweise auch im Topf, wenn klar war, das ihnen noch ein Umzug bevorstand.Schon seltsam: für meine Auftraggeber fertige ich liebevoll Pflanzpläne an und hier soetwas, tssss…
Genau so, wie es nicht hätte sein sollen. Aber… such is life.

Und fürs erste Jahr konnte ich wirklich zufrieden sein.

Haus und Garten bei unserer Ankunft

Nach dem Verlassen unseres üppigen Schrebergartens, siehe  Über mich, war der Neubeginn echt hart!

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Ein bisschen verloren fühlte ich mich angesichts des großen Nichts…..aber die Umgebung mit Pferde-und Kuhweiden und der Blick ins Leinetal war wunderschön…
Der „Garten“ beherbergte eine Große Tanne mit duftenden Nadeln (eine Küstentanne?), einen Winterschneeball, einen efeuüberwucherten, toten Apfelbaustumpf, einen schönen, aber nicht zu bändigenden, japanischen Knöterich und die Samen einer Tabakpflanze, die mich im ersten Sommer überraschte…
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Das Haus dagegen….
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war unsäglich hässlich, hatte aber Potential ….und es barg Überraschungen ….
mehr als erwartet. Die Lösung hieß „selbst bauen“.IMG_20140412_185600.jpg
Da unser neues Zuhause eine Weile unbewohnt gewesen war, hieß es nun, sich die Räume putzender Weise anzueignen. Dieses war der erste, einigermaßen nutzbare Raum.IMG-20140518-WA0006.jpg
Es folgte die Küche, provisorisch , für 2-3 Monate, dachten wir…… jetzt ( Januar 2017) sind es fast 3 Jahre, die wir im Zustand von …“Edelcamping“ leben.
Unser erstes Etappenziel,  „ein funktionierendes Bad“ wird in wenigen Wochen erreicht sein. Doch da alle Baumaßnahmen vernetzt sind , haben wir eigentlich die Hälfte des Hauses völlig entkernt und neu gebaut…doch darüber später mehr unter „Hausbau“.